Das Aktionsbündnis Therapeuten am Limit beurteilt die aktuellen Entwicklungen kritisch. In mehreren Meldungen erklären die Akteure, wie sie die Lage wahrnehmen.

[tb] Die Verantwortlichen von Therapeuten am Limit kritisieren die derzeitige Situation. Im ersten Statement vom 3. Juni 2021 stellten die Autoren dar, welche Strategie die GKV ihrer Meinung nach verfolgt. Im zweiten Statement vom 7. Juni 2021 stand die Rolle der Physio-Verbände auf dem Themenplan. Dem dritten Teil der Betrachtung vom 10. Juni 2021 geben die Akteure die Überschrift „Der Zauberspruch des Vorsitzenden“.

Die kompletten Meldungen finden Interessierte auf der Seite von Therapeuten am Limit.

Auf den Punkt gebracht, sind Therapeuten am Limit der Meinung, dass die Lehren aus dem Schiedsspruch im Hinblick auf die Strategie der GKV eindeutig seien. In der ersten Meldung vom 3. Juni 2021 erklären die Autoren unter anderem:

„Hier ging es von Beginn an um Verzögerung und Verschleppung der Entscheidung und das wieder zum Nachteil der Therapeutinnen und Therapeuten. Der gesetzliche Auftrag interessiert nicht annähernd.“

Die bisherige Arbeit der Verbände sieht das Aktionsbündnis ebenfalls kritisch. Im zweiten Statement vom 7. Juni 2021 heißt es:

„Uns fehlt das Vertrauen in die objektive Handlungsfähigkeit der Verbände in der Physiotherapie. Wir haben den Eindruck, dass selbst in zweiter Reihe und auf Ebene der Landesverbände Informationen nicht umfänglich weitergegeben werden und nur sehr wenige Personen tatsächlich über die konkreten Vertragsinhalte umfassend informiert sind. Der Meinungsbildungsprozess ist ebenso intransparent und nicht nachvollziehbar. So bleiben die Hintergründe für die Einzelheiten, insbesondere bei der Leistungsbeschreibung im Dunklen.“

Der dritte Teil der Einschätzung von Therapeuten am Limit vom 10. Juni 2021 beschäftigt sich mit der Rolle des Vorsitzenden Dr. Ulrich Orlowski. Das Aktionsbündnis vergleicht den Prozess mit einer Zaubershow. Sie erklären im Statement:.

„Alle Beteiligten waren davon ausgegangen, dass am Ende die Preise durch die Schiedsstelle festgesetzt werden. In der Begründung wurde ja selbst vom Vorsitzenden mehrfach darauf hingewiesen, dass es den Vertragspartnern nicht gelungen sei, sich nur allein auf Kriterien zur Preisfindung zu einigen, geschweige denn auf Preise selbst. Dies gelang auch nicht unter Vorgaben der Schiedsstelle. Jeder weitere Versuch von Verhandlungen musste zwangsläufig scheitern.“

Quelle: Therapeuten am Limit

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