Viele Kollegen fragen bei den Verbänden an, was denn in puncto Coronatests nun Sache ist. Häufig seien Anfragen zur Erstellung von Testkonzepten für eine Reihentestung in ambulanten Praxen der Physiotherapie, meldet Physio Deutschland.

[tb]  Die Unklarheiten scheinen groß zu sein und der Informationsbedarf ist hoch. In einer aktuellen Meldung fasst Physio Deutschland daher nochmals alle wichtigen Infos zusammen.

Anspruch auf Testung haben nach Angaben des Verbandes:

  • Personen mit COVID-19 Symptomen, die Testung erfolge durch den behandelnden Arzt.
  • Direkte Kontaktpersonen eines bestätigten COVID-19-Falls würden durch das Gesundheitsamt darüber informiert, ob eine Testung erfolgen solle. Sobald Symptome vorhanden seien, könne der behandelnde Arzt den Test durchführen.
  • Symptomlose Mitarbeiter von physiotherapeutischen Praxen  könnten nach Antragsstellung und Bewilligung des Antrages durch das Gesundheitsamt im Rahmen einer Reihentestung getestet werden. Wer die Testungen durchführe, bestimme das Gesundheitsamt.

Physio Deutschland betont, dass physiotherapeutische Praxen nach der derzeitigen Teststrategie nicht zu dem Kreis der Einrichtungen gehören würden, die eigenständig Reihentestungen mit Schnelltests durchführen könnten (und die Kosten dafür erstattet bekämen). Die Praxen müssten daher bei der Antragsstellung zur Reihentestung der Mitarbeiter auch kein Testkonzept beim Gesundheitsamt einreichen! Allein das Gesundheitsamt entscheide darüber, ob Reihentests angeordnet und wo und wie diese durchgeführt würden.

Achtung: Nach der Testverordnung seien diese vorsorglichen Tests den Prioritätsstufen 4 und 5 zugeordnet. Rückfragen des Verbandes in verschiedenen Gesundheitsämtern hätten ergeben, dass Gesundheitsämter aufgrund der niedrigen Prioritätsstufen derzeit keine Reihentests in physiotherapeutischen Praxen durchführen lassen würden.

Diese Informationen geben den aktuellen Stand wieder und können sich kurzfristig ändern.

Quelle: Physio Deutschland

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