Wie die Bundesregierung gestern bekannt gab, hat Bundeskanzlerin Merkel zusammen mit den Regierungschefs der Länder weitreichende Beschlüsse zur Bekämpfung der SARS-Cov2-Pandemie gefasst.

[jr] Die zweite Corona-Welle ist in vollem Gange. Gestern haben sich deshalb Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrem virtuellen Krisen-Gipfel auf neue Corona-Maßnahmen geeinigt. Diese beschlossenen neuen Regelungen treten ab dem 02.11.2o2o in Kraft und gelten für ganz Deutschland bis voraussichtlich Ende des Monats:

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur noch mit maximal 10 Personen aus bis zu zwei Hausständen gestattet.
  • Auf Reisen privater Natur soll verzichtet werden.
  • Touristische Übernachtungsangebote sind nicht gestattet, Dienstreisen hingegen sind weiterhin zulässig.
  • Sämtliche Einrichtungen der Gastronomie werden geschlossen. Eine Abholung oder Lieferung von Speisen bleibt weiterhin möglich.
  • Alle Einrichtungen der Unterhaltung und Freizeit werden geschlossen (zum Beispiel Kinos, Konzerthäuser, Freizeitparks).
  • Amateur- und Breitensport muss ausgesetzt werden. Fitnessstudios müssen schließen. Der Individualsport, wie zum Beispiel Joggen ist weiterhin möglich.
  • Betriebe der Körperpflege, wie zum Beispiel Kosmetikstudios, nichttherapeutische (!) Massagepraxen werden geschlossen. Friseure bleiben weiterhin geöffnet.
  • Therapeutische Praxen sind von den Schließungen jedoch ausgenommen, das heißt Physiotherapiepraxen sollen für die Versorgung der Bevölkerung weiter geöffnet bleiben.

Welche Leistungen weiterhin angeboten werden können, wird von den entsprechenden Formulierungen in den Rechtsverordnungen der einzelnen Bundesländer abhängen. Erste Entwürfe besagen, dass physiotherapeutische Praxen, als Dienstleister im Gesundheitswesen, weiter ohne Einschränkungen tätig sein dürfen.

Wichtig: Sollten bestimmte Leistungen ausgeschlossen werden, könnten betroffene Betriebe Anspruch auf die neue außerordentliche Wirtschaftshilfe haben, die die Regierung gestern angekündigt hat. Der Erstattungsbetrag beträgt dabei 75% des entsprechenden Umsatzes des Vorjahresmonats für kleine Unternehmen bis zu 50 Mitarbeitern. Ob die entsprechenden Wirtschaftshilfen auch bei Teilschließungen der Praxis gewährt werden, steht noch aus.

Wir werden Sie weiterhin auf dem Laufenden halten.

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Quelle: Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V.