Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) plant Prämien für Mitarbeiter in stationären Einrichtungen. Nun liegt der Gesetzesbeschluss vor, der die Vergabe der Prämien genauer regelt, meldet Physio Deutschland.

[tb] Der Verband erklärt in seiner Meldung, dass Krankenhäuser Anspruch auf die Prämie hätten, wenn sie:

über weniger als 500 Betten verfügen würden und im Zeitraum vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Mai 2020 mindestens 20 COVID-19-Fälle voll- bzw. teilstationär behandelt hätten,
oder über mehr als 500 Betten verfügen würden und im o.g. Zeitraum mindestens 50 COVID-19 Fälle voll- bzw. teilstationär behandelt hätten.
Die prämienberechtigten Krankenhäuser würden durch das Institut für das Entgeldsystem im Krankenhaus GmbH (InEK) ermittelt und voraussichtlich in der 44. Kalenderwoche auf der Website der InEK veröffentlicht.

Die Prämie würde als Gesamtbetrag an die Krankenhäuser ausgeschüttet. Jede Einrichtung regele dann selbst, in Absprache mit der hauseigenen Arbeitnehmervertretung, wie die Gelder auf die einzelnen Fachbereiche/Berufsgruppen verteilt würden. Eine Klärungsanfrage des Verbandes an das BMG und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) habe bestätigt, dass mit den Prämien nicht nur die Leistung der Pflegekräfte, sondern auch die der Physiotherapeuten wertgeschätzt werden sollten.

Physio Deutschland empfiehlt daher den stationären Kollegen, sich frühzeitig mit den Arbeitnehmervertretungen zu besprechen und entsprechende Regelungen für die eigene Einrichtung zu verhandeln.

Quelle: Physio Deutschland 

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