Corona ist bisher eine der größten Herausforderung für Kleinunternehmer und Selbstständige. Die Ergebnisse der „großen Corona-Umfrage“ zeigen, wie die Pandemie Selbstständige beeinflusst und welche Rolle die Digitalisierung dabei spielt.

[jr] Über 27,000 Teilnehmer nahmen im Zeitraum von 7. April bis 4. Mai 2020 an der Umfrage teil. Initiiert wurde sie vom Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) in Kooperation mit dem ZWE Mannheim und dem Forschungszentrum Mittelstand an der Universität Trier mit Unterstützung durch Lexware und lexoffice.

Jeder fünfte kapituliert

Lexware

Durch die Corona-bedingten Umstände rechnet laut der Umfrage jeder fünfte Selbstständige mit dem Ende seiner Selbstständigkeit. Besonders betroffen ist die Veranstaltungsbranche, Touristik, Sport und Freizeit sowie Gastronomie und das Hotelgewerbe. In den ostdeutschen Bundesländern sowie im Saarland und Bremen ist der Anteil am größten. In der Branche Touristik, Sport und Freizeit sind es sogar 34 Prozent, wobei der größte Anteil der Touristikbranche entstammen dürfte.

Soforthilfen und Aufgabe

43 Prozent der Befragten haben Soforthilfen beantragt. Trotz der staatlichen Hilfen schätzen 20 Prozent der Befragten das Risiko ihre Selbstständigkeit in den nächsten 12 Monaten aufgeben zu müssen, als eher oder sehr hoch ein.

Die Krise als Katalysator der Digitalisierung

Die Umfrage zeigte deutlich, dass digitalisierte Unternehmen krisensicherer sind. Hochdigitalisierte Bereiche in Unternehmen waren weniger von einem kompletten Arbeitsausfall betroffen. 31 Prozent der Befragten gab an, dass der Digitalisierungsgrad von internen Geschäftsprozessen, Produkten/Dienstleistungen und/oder Kundenberatung/Vertrieb seit der Krise zugenommen hat. Die Corona-Krise kann dementsprechend als Katalysator betrachtet werden, der die Digitalisierung vorangetrieben hat und es weiterhin tut.

Neue Geschäftsmodelle

Lexware

Während der Krise sind neue Geschäftsmodelle gefragt, wenn die alten nicht mehr rentabel sind. 24 Prozent der Befragten gab an, während der Krise ihr Angebot und/oder Geschäftsmodell geändert zu haben. 18 Prozent nehmen die Änderung von Angebot oder Geschäftsmodell sicher oder vielleicht dauerhaft vor.

 

Die gesamten Studienergebnisse finden Sie hier

 

 

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Quelle: Lexware