Die Mitarbeitergesundheit beeinflusst den Erfolg eines Unternehmens – und das nicht nur zu Zeiten einer Pandemie.

[jr] Eine gemeinsame Analyse der Asklepios Kliniken und der Unternehmensberatung Roland Berger zeigt, dass die Gesundheit der Mitarbeiter ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für Unternehmen sein kann.

Deshalb lohnt es sich in ein effektives betriebliches Gesundheitsmanagement zu investieren. Dieses bietet laut der Studie einen deutlichen Mehrwert:  Die Fluktuation nimmt um 40 Prozent ab, der Umsatz pro Mitarbeiter steigt um 11 Prozent und der Aktienwert sogar um 76 Prozent. Trotz dieser Zusammenhänge und  zahlreicher Veröffentlichungen zwischen 2005 und 2015 welche einen Return of Invest von 2:1 oder sogar 3:1 angeben, wird in deutschen Unternehmen das Potenzial zur Förderung von Gesundheit bis heute nicht ausgeschöpft, wie die Studie zeigt.

Die gestiegene Zahl von Kranken­tagen – 328 Millionen 2008 auf 449 Millionen 2018 – demonstriert, dass scheinbar in den vergangenen Jahren nicht genug Investitionen hinsichtlich  in betrieblicher Gesundheit getätigt wurden. Lagen Angebote vor, so wurden diese, laut den Autoren der Studie, zumeist nur von maximal zwei Drittel der Belegschaft in Anspruch genommen.

„Das betriebliche Gesundheitsmanagement ist ein Marathon und kein Sprint“, sagte Kai Hankeln, CEO der Asklepios Kliniken. „Erfolgreich kann ein Gesundheitskonzept nur sein, wenn es auf allen Organisationsebenen sowie über die Führungskultur fest in den be­trieb­lichen Strukturen verankert wird.“

Die Autoren der Studie empfehlen deshalb einen ganzheitlichen Ansatz für einen Neu­start der Unternehmen und ihrer Führungskräfte. „Es genügt nicht, lediglich Fehl­zeiten zu messen und den Fokus auf Unfälle und Unfallvermeidung zu legen, es geht um ein brei­teres Verständnis von Gesundheit“, so Hankeln.

Die Aufgabe müsse dementsprechend sein, dafür zu sorgen, dass Mitarbeiter durch gezielte gesundheits­un­terstützende Maßnahmen und gesundheitsförderliche betriebliche Rahmenbedin­gungen dauerhaft und nachhaltig gesünder würden.

 

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Quellen: Ärzteblatt, Presseportal,  Originalstudie