Eine Gruppe um den Protest-Radfahrer Heiko Schneider ruft zur Aktion „Kompetenz-Hilfsfonds für das Bundesgesundheitsministerium“ auf. Die Therapeuten wollen damit auf die zu niedrige Hygienepauschale von 1,50 Euro pro Verordnung aufmerksam machen. Unterstützt wird die Aktion von Therapeuten am Limit.

[js] Auf der Website von Therapeuten am Limit rufen findet sich folgender Aufruf:

„Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Heilmittelpraxen haben, aufgrund der Corona-Pandemie, einen nicht unerheblichen Mehraufwand für notwendige zusätzliche Hygienemaßnahmen zu leisten. Dafür zahlen die Krankenkassen auf Weisung des Bundesgesundheitsministeriums im Zeitraum vom 5. Mai bis zum 30. September auf Antrag eine sogenannte Hygienepauschale aus. Je Verordnung beträgt diese Hygienepauschale 1,50 €. Bei der typischen Verordnungsmenge in der Logopädie und Ergotherapie von 10 Einheiten je Verordnung sind das 15 Cent – für eine Therapieeinheit. In der Physiotherapie sind das bei 6 Einheiten 25 Cent und bei einer Lymphdrainage mit 24 Einheiten sage und schreibe 0,063 Cent.

Seit dem Ausbruch von Corona werden für eine durchschnittliche Therapie in einer therapeutischen Praxis mindestens benötigt:

  • ein Mund-Nasen-Schutz,
  • ein Paar Handschuhe und
  • 20 ml Flächendesinfektionsmittel.
  • Dazu mehr Handtücher, mehr Seife, mehr Wasser … und vor allem: mehr Zeit, um zu lüften und zu desinfizieren.

Auf den Punkt gebracht: Allein die Materialkosten betragen mindestens 2,50 €. Den Rest übernehmen die Therapiepraxen, um die Ausbreitung von Corona zu verhindern.

Gerne spenden wir den Gegenwert dieser Hygienepauschale und haben deshalb einen Kompetenz- Hilfsfonds für das BMG eingerichtet – denn dort weiß man scheinbar nicht, wieviel der Mehraufwand tatsächlich kostet.“

 

Quelle: Therapeuten am Limit. Wir schützen – auch ohne Almosen. https://pt.rpv.media/11p; Zugriff am 3.6.2020