Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat Arbeitsschutzstandards speziell für physiotherapeutische Praxen und medizinische Massagepraxen in Zeiten der Corona-Pandemie erarbeitet, so der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK).

[js] „Diese [Standards] konkretisieren die allgemeinen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards des Bundesarbeitsministeriums und gehen auf die branchenspezifische Situation in Praxen ein“, so der IFK in einer Meldung vom 22. Mai.

Der neue Branchenstandard enthält Hygieneregeln, Handlungsanweisungen, räumliche Vorgaben und Informationen zu persönlicher Schutzausrüstung. Dabei gilt die Rangfolge: technische vor organisatorischen vor persönlichen Schutzmaßnahmen. Ziel ist es, das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus bei der Arbeit bestmöglich zu reduzieren.

Zu den verpflichtenden Maßnahmen gehören unter anderem:

  • Mund-Nasen-Bedeckung für Beschäftigte und Patienten
  • Patienten sollten sich nach Betreten der Praxis die Hände waschen oder desinfizieren
  • Ausreichende Schutzabstände, gegebenenfalls mit Anpassung von Behandlungsplätzen
  • Nicht notwendige Behandlungen mit kopfnahen Tätigkeiten sind zu vermeiden
  • Nach jeder Behandlung sollen die Therapieliegen mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger gereinigt und anschließend desinfiziert werden
  • Patienteneigene Behandlungsunterlagen sollten derzeit nicht in der Praxis aufbewahrt werden
  • Optimierte Lüftung

Den vollständigen branchenspezifischen SARS-CoV-2-Standard für physiotherapeutische Praxen und medizinische Massagepraxen gibt es auf der Internetseite der BGW.

Quelle: IFK. 2020. BGW-Arbeitsschutzstandards für Physiotherapeuten.  https://pt.rpv.media/z8; Zugriff am 25.5.2020