[tb] Praxisinhaber sind aufgerufen, bis spätestens am 31. Oktober 2019 ihre Daten aus dem Jahr 2018 in einen Onlinefragebogen einzutragen. Jeder Eintrag zählt, jeder Datensatz stärkt unsere Verhandlungsposition gegenüber dem GKV-Spitzenverband in den anstehenden Verhandlungen!

Die Auswertung der Daten erfolgt komplett anonymisiert und ist absolut datenschutzkonform. Alle Angaben werden ausschließlich durch das Institut für Gesundheitsökonomik (IFG) analysiert und verarbeitet.

Um es den Teilnehmern so einfach wie möglich zu machen, kommen nun ein paar Hinweise zu den Inhalten des Gutachtens und zu den benötigten Auskünften. Für das Ausfüllen des Fragebogens braucht man etwa eine Stunde. Vorbereitung ist dabei die halbe Miete!

Das Gutachten besteht aus einem allgemeinen Teil, der über alle Heilmittelbereiche gleich ist und aus einem speziellen Teil für die Physiotherapie.

Um die betriebswirtschaftlichen Fragen im allgemeinen Teil beantworten zu können, sind folgende Infos nötig:

  • Überschussrechnung oder eine Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) von 2018 soweit vorhanden
  • Gehaltsabrechnungen der Mitarbeiter (Therapeuten und Verwaltungsangestellte)
  • Lohnsteuerbescheinigungen
  • Terminverwaltung beziehungsweise Terminbuch

Wichtige Hinweise:

Die Beantwortung des Fragebogens kann unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt auf demselben Gerät fortgesetzt werden.

Der Fragebogen steht auch in Papierform zur Verfügung und kann beim IFG angefragt werden.

E-Mail: ifg@ifg-muenchen.com

Telefon: 089 – 60 51 98 (montags bis donnerstags von 8:30 Uhr bis 17 Uhr)

Neben den allgemeinen Angaben zum Standort, Mitarbeiterzahl und betriebswirtschaftlichen Angaben geht es im ersten Teil der Befragung insbesondere um den zeitlichen Aufwand für Verwaltungstätigkeiten. Bei den Fragen 11 bis 14 beispielsweise müssen die Teilnehmer den Zeitaufwand für verschiedene Arbeitsschritte in der Praxis einschätzen. Diese Angaben sind besonders wichtig, weil es hierbei um Leistungen geht, die bislang in der Physiotherapie noch nicht vergütet werden. Hier sind finanzielle Verbesserungen mehr als überfällig.

Der spezielle Teil des Wirtschaftlichkeitsgutachtens beschäftigt sich mit dem gesamten Therapieprozess. Angefangen von der Verlaufsdokumentation pro Behandlungseinheit bis hin zum Therapiebericht nach Ende einer Behandlungsserie – für was benötigen Sie und Ihre Mitarbeiter in der Praxis wie lange? Das sind die zentralen Fragen, auf die wir unsere Verhandlungsstrategie systematisch aufbauen werden.

Aktuell erhalten wir für viele unserer Tätigkeiten rund um die Behandlung eines Patienten keine Vergütung. Genau das darf in Zukunft nicht mehr sein, so sieht es der Gesetzgeber vor. Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) legt fest: Bis Ende Juni 2020 verhandeln wir auf Augenhöhe mit dem GKV-Spitzenverband die zukünftigen Konditionen zur Erbringung von physiotherapeutischen Leistungen für gesetzlich Versicherte. Dazu zählen beispielsweise auch die Vor- und Nachbereitungszeit rund um eine Behandlungseinheit. Im speziellen Teil des Gutachtens geht es bei den Fragen 24 bis einschließlich 35 um die Behandlungsdauer und die jeweilige Vor- und Nachbereitungszeit für die Positionen KG, MT, KG-ZNS Erwachsene und KG-ZNS Kinder.

Frage 36 greift am Ende des Gutachtens einer der wahrscheinlich aktuell unwirtschaftlichsten Punkte der physiotherapeutischen Versorgung auf – den Hausbesuch. Hierbei geht es um die durchschnittliche Fahrtzeit also dem Hin- und Rückweg sowie gegebenenfalls der Parkplatzsuche. Die Kapazitäten für Hausbesuche sind schon heute längst nicht mehr ausreichend, die Wartezeiten für Patienten enorm. Ein Grund dafür ist der Fachkräftemangel in unserer Branche und die unwirtschaftliche Ausgangsposition für die Erbringung der physiotherapeutischen Leistungen. Damit muss Schluss sein!

Bis Ende Oktober sind wir alle aufgefordert, unsere Leistungen mithilfe dieses Gutachtens unter www.wat-gutachten.de sichtbar zu machen.

Bitte geben Sie den Link und diese Informationen gerne auch an interessierte Kolleginnen und Kollegen weiter – hierbei kommt es nicht auf eine Verbandsmitgliedschaft an, sondern darauf, dass möglichst viele an der Befragung teilnehmen!

Quelle: Physio Deutschland