In einigen physiotherapeutischen Praxen werden Zertifikatsleistungen von nicht qualifiziertem Personal abgeben–ohne zu wissen, welche Gefahren sich daraus ergeben können. Dieser Artikel erläutert die Rechtslage.

Die Ausgangslage. Aus dem Gesetz ergibt sich, dass die Berufsverbände der Heilmittelerbringer das Honorar der Berufsangehörigen mit den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) verhandeln. Daher finden turnusmäßig Verhandlungen statt. Therapeutische Praxen können dem Rahmenvertrag beitreten und erhalten dadurch die verhandelte Vergütung automatisch. Derartige Verhandlungen gibt es ebenso mit der gesetzlichen Unfallversicherung.

Anders sieht es bei privaten Krankenkassen aus: Hier finden sich Regelungen im Versicherungsvertrag zwischen dem Versicherten und der privaten Krankenversicherung. Gibt es darin keine Regelung, besteht große Ungewissheit über die Vergütung, welche die Krankenversicherung zahlt.