Der Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen hat viele Herausforderungen zu meistern. Mittlerweile beheimatet er vier verschiedene Generationen, die jeweils anders „ticken“. Ein Blick auf entsprechende Charakteristika lohnt also, um die unterschiedlichen Ansprüche, Ziele und Wünsche der jeweiligen Gruppen für die eigene Praxis effektiv umzusetzen.

Bedeutung. Die etwa 43 Millionen Erwerbspersonen in Deutschland zeigen auf das Alter bezogen folgende Verteilung: Menschen bis 34 Jahre machen 13,1 Millionen aus, den 35- bis 54-Jährigen gehören 14,4 Millionen an und die 50- bis über 65-Jährigen sind mit 15,8 Millionen vertreten (1). Bereits 2017 arbeiteten 5,6 Millionen Erwerbstätige in der Gesundheitsbranche (1), davon waren circa 197.000 in der Physiotherapie tätig (2).

In der Regel haben die auf dem Markt befindlichen Altersgruppen auch generationsspezifische Werte und Vorstellungen. Das ist nicht zuletzt den veränderten Bildungsangeboten und Möglichkeiten in Bezug auf den Berufsabschluss geschuldet. Der Begriff „Generation“ bezeichnet hierbei die Summe von Menschen mit etwa gleicher Altersstufe, sozialer Orientierung und Lebensauffassung (3). Hinzu kommen gemeinsame prägende Jahre, die vorwiegend dem Zeitraum zwischen Kindes- und jungem Erwachsenenalter zugeschrieben werden. Diese Zeit erfordert von Heranwachsenden die bewusste Auseinandersetzung mit gesellschaftlich-politischen Begebenheiten einerseits und den eigenen Werten sowie Vorstellungen andererseits (4). Die derzeitigen Generationen lassen sich nach Geburtsjahr in vier verschiedene Gruppen einordnen (Tab. 1) (4).