Patientenfragen sollte man grundsätzlich positiv sehen und nicht als zusätzliche Belastung – wer fragt, ist interessiert. Die adäquate Reaktion auf schwierigen Fragen ist eine Möglichkeit, die Situation zu steuern und gezielt Informationen zu gewinnen.

Fragen aus Patientensicht. Patienten sind neugierig: Sie wollen nicht nur behandelt werden, sondern stellen auch Fragen zur Schmerzursache und Beseitigung. Um eine „Wissensfrage“ des Patienten handelt es sich, wenn er wissen will, wo ein bestimmter Muskel liegt. Eine „Meinungsfrage“ zielt auf die ganz persönliche Erfahrung und Meinung des Therapeuten ab. Es wirkt nicht gerade kompetent, wenn Fragen mit „Das kann ich Ihnen nicht sagen“ beantwortet werden. Eine Frage ist aus Sicht des Patienten immer berechtigt, ihm ist es egal, ob der Therapeut sie als schwierig bezeichnet. Deshalb sollte man ihm erklären, wovon die Beantwortung abhängt. Schon das Bemühen um eine Antwort, die nicht gegeben werden kann, wird vom Patienten anerkannt.