Zu Beginn des Jahres 2020 präsentierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einen Referentenentwurf zum Patientendaten-Schutzgesetz (PDSG). Ziel ist es, das Gesundheitswesen auf die Herausforderungen der digitalen Zukunft auszurichten. Die Basis dafür soll die Datenautobahn namens „Telematikinfrastruktur“ schaffen. Derzeit liegt der Referentenentwurf vor. Bevor es zu einer Verabschiedung des Gesetzes kommt, sind noch Änderungen möglich.

In der digitalen Zukunft ankommen. Für die gesamte Heilmittelbranche hat das geplante Gesetz erhebliche Auswirkungen und insbesondere physiotherapeutische Praxen müssen realisieren, dass sie spätestens im Jahr 2022 an der digitalen Zukunft nicht mehr vorbeikommen. Bis dahin bleibt letztlich jeder Praxis noch eine Umsetzungsfrist. Die Praxen, welche derzeit noch analog ausgerichtet sind, werden ab dem Jahr 2022 nach dem gesetzgeberischen Willen wohl nicht mehr existieren können. Es wird aller Voraussicht nach schon nicht mehr möglich sein, Verordnungen anzunehmen und demnach überhaupt Behandlungen durchzuführen, sofern Inhaber weiterhin „auf Papier“ setzen wollen. Es verbleibt somit noch ein Zeitraum von rund anderthalb Jahren, um die gesamte Praxis in das digitale Zeitalter zu überführen.