Um einschätzen zu können, ob sich die weitere Investition in ein Therapieverfahren, ein Medizinprodukt oder auch einen ganzen Bereich lohnt, kann eine Portfolio-Analyse hilfreich sein. Synonyme sind Matrix, Portfolio oder auch BCG-Matrix. BCG steht für Boston Consulting Group, eine Unternehmensberatung, die das Instrument bereits in den 1970er-Jahren zur Strategieberatung von Unternehmen entwickelte.

Die Portfolio-Analyse in der Praxis für Physiotherapie. Mit Hilfe dieses standardisierten Verfahrens können Praxisinhaber verschiedene Bereiche im Hinblick auf die langfristige Positionierung im Gesundheitsmarkt beurteilen. Dazu gehören unter anderem:

  • Dienstleistungen: Manuelle Therapie, Krankengymnastik, Krankengymnastik am Gerät
  • Dienstleistungsgruppen: Elektrotherapie
  • Strategische Geschäftseinheiten (SGE): Betriebliche Gesundheitsförderung, Wellness, Funktionstraining

Grundannahme der Analyse ist der dynamische Markt – und zwar aufgrund von sich verändernder Nachfrage der Patienten, Kunden, Ärzte und Versicherungen. Insofern gilt es, Risiken durch Fehlinvestitionen (Anschaffungen, Umbaumaßnahmen, Werbeaktivitäten, Aus-, Fort- und Weiterbildung) oder auch durch fehlende Innovation zu vermeiden. Stattdessen sollten Praxisinhaber geeignete Steuerungsmaßnahmen einsetzen, um  langfristig mit ihrer Praxis im Markt bestehen zu können. Hilfsmittel für die Analyse sind eine Excel-Datei zur Datenauswertung sowie die Portfolio-Matrix zur Visualisierung (Abb. 1).