Mithilfe des Lean Managements lassen sich Prozesse optimieren und harmonisieren. Das ist in Zeiten des Fachkräftemangels auch für physiotherapeutische Einrichtungen ein wichtiges Thema. Und dabei geht es nicht nur um den Einsatz von bestimmten Instrumenten. 

Die Kosten steigen.
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) betragen aktuell mehr als 210 Milliarden Euro. Seit 2011 sind die Behandlungskosten für Heilmittelverordnungen um rund 30 Prozent gestiegen und betragen heute 6,6 Milliarden Euro (1). Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser und Rehakliniken müssen seit 2016 eine sektorübergreifende Richtlinie zum einrichtungsinternen Qualitätsmanagement (QM) umsetzen. Damit kann das eigene Managementsystem weiterentwickelt werden (2). Zusätzlich müssen Rehakliniken ihre Prozesse nach anerkannten Verfahren zertifizieren lassen (3). Physiotherapiepraxen in anerkannten Kurorten haben ein QM-System einzuführen beziehungsweise alle drei Jahre eine Selbstbewertung nach definierten Kriterien vorzuehmen (4). Die Methoden des Lean Managements (LM) können bei der Verbesserung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität helfen.