In Zeiten des Fachkräftemangels versuchen Praxisinhaber oft, durch eine höhere Bezahlung Fachkräfte an das Unternehmen zu binden und neue Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Doch was bedeutet dieses Vorgehen für den wirtschaftlichen Erfolg der Praxis? Alles eine Frage der Planung!

Das Problem. Viele Praxisinhaber arbeiten rund um die Uhr und stehen am Ende des Jahres, nachdem alle Steuern und privaten Aufwendungen bezahlt sind, mit leeren Händen da. Eine häufige Ursache liegt darin, dass Unternehmen ihre Zahlen nicht planen. Die Unternehmensplanung ist allerdings eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung. Auf Basis der Planzahlen lassen sich Entscheidungen treffen, zum Beispiel in Bezug auf das Personal.

Planung ist alles. Am besten wird das Pferd von hinten aufgezäumt: Das heißt, der Unternehmer sollte ermitteln, wie viel Geld er zur Deckung seines privaten Bedarfs verdienen muss. Damit kennt der Selbstständige seinen erforderlichen Gewinn. Im nächsten Schritt muss er sich überlegen, wie er diesen Gewinn erreicht. Dazu gibt es bei jedem Unternehmen zwei logische Stellschrauben: Einnahmen und Ausgaben. Das einfachste ökonomische Prinzip lautet also: Du musst dauerhaft mehr einnehmen, als du ausgibst.