Die Deutschen sind Spar-Weltmeister – aber der Niedrigzins macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Nun erschwert zusätzlich die steigende Teuerungsrate das Ziel, das Geld für das Alter zu vermehren. Trotzdem gibt es Auswege aus dem Dilemma.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt eine Redensart. Doch ein Bereich, so scheint es, bleibt davon unberührt. Es ist der Spar-Zins, der sich nicht erholt – und das schon seit Jahren, ja Jahrzehnten. Und das wird auch auf absehbare Zeit so bleiben. Da sind sich die meisten Ökonomen einig und mit ihnen Christine Lagarde, Chefin der Europäischen Zentralbank, die wohl prominenteste Vertreterin der europäischen Finanzwirtschaft.

Die Erkenntnis ist bitter, denn nirgendwo in Europa wird so viel Geld gespart und angelegt wie hierzulande. So mancher bevorzugt noch den Safe oder gar die Matratze, viel mehr liegt auf Sparbüchern, Tagesgeldkonten oder wird in die Altersvorsorge investiert. Addiert waren es nach Angaben der Bundesbank zuletzt 2.858 Milliarden Euro, also fast 2,9 Billionen Euro. Das untermauert auch das Image der Deutschen, Weltmeister im Sparen zu sein.