Hygiene und Infektionsprävention spielen eine wichtige Rolle in medizinischen und therapeutischen Einrichtungen. Die aktuelle Pandemie ist eine Gelegenheit die Maßnahmen in der eigenen Einrichtung zu überprüfen.

Therapiegeräte sind Medizinprodukte. Bei den in der Physiotherapie eingesetzten Therapiegeräten und therapeutischen Hilfsmitteln sollte es sich in der Regel um Medizinprodukte handeln, die aktuelle europäische Gesetzgebung erfasst jedoch auch Produkte ohne medizinische Zweckbestimmung mit ähnlichem Einsatz (1).

Betreiber dieser Produkte – mehr noch Hersteller und Händler – müssen derzeit die Hürde der Umstellung von der europäischen Richtlinie für Medizinprodukte (93/42/EWG) hin zur europäischen Verordnung 2017/745 (MDR) und dem Medizinprodukte-EU-Anpassungsgesetz (MPEUAnpG) nehmen, welches die Änderungen des deutschen Medizinproduktegesetzes regelt. Die MDR verpflichtet die Hersteller von Medizinprodukten dem Anwender Informationen zur Aufbereitung ihrer Produkte zur Verfügung zu stellen (1). Diese sollten gemäß § 8 Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) in Einklang mit den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch-Institut (KRINKO) und des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) stehen (2).