Rechnungen werden nur schleppend gezahlt, die Steuernachzahlung ist höher als erwartet und unvorhergesehene Anschaffungen stehen an – so etwas kann Selbstständige und Praxisinhaber schnell unter Druck setzen. Eine solide Finanz- und Liquiditätsplanung beugt vor.

Den Überblick behalten. Seine Finanzen im Griff zu haben, bedeutet, den eigenen Finanzfluss genau zu kennen. Zur Liquiditätsplanung gehört, sich regelmäßig folgende Fragen zu stellen:

  • Welche Einnahmen sind für welchen Zeitpunkt zu erwarten?
  • Welche Einnahmen stehen noch aus?
  • Welche Ausgaben sind monatlich fällig (Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Material, Personalkosten, Kreditraten)?

Aus diesen kurzfristigen Beobachtungen ergibt sich die langfristige Rentabilitätsvorschau: Kann ich regelmäßig meine Ausgaben decken? Ist meine Praxis dauerhaft rentabel und bringt ausreichend Gewinn ein? Bei der Kapitalbedarfsplanung wirft der Praxisinhaber regelmäßig einen Blick in die Zukunft: Stehen im nächsten oder übernächsten Jahr größere Anschaffungen wie neue Liegen oder eine notwendige Praxissoftware an, für die er Rücklagen bilden sollte? Um Engpässe rechtzeitig zu erkennen, hilft bereits eine einfache Tabelle, zum Beispiel in Excel. Darin können Sie Ausgaben und Einnahmen gegenüberstellen, Zahlungseingänge überwachen und die eigenen Finanzströme regelmäßig analysieren. Wer diese Liste gewissenhaft führt, kann ein drohendes Minus auf dem Konto rechtzeitig erkennen und gegensteuern – und beispielsweise in angespannten Phasen mit Liquiditätslücken auch mal einen Überbrückungskredit als kurzfristige Zwischenfinanzierung aufnehmen.