Nicht erst die Coronakrise hat gezeigt, wie schnell unerwartete Ereignisse existenzbedrohende Folgen für die Praxis haben können. Die richtige Absicherung der Praxis als Einnahmequelle, aber auch als Mittelpunkt des eigenen Wirkens, ist daher wichtiger denn je. Dabei sind Versicherungslösungen ein wesentlicher – aber nicht der alleinige – Bestandteil, denn viele Schäden können durch Vorsorge verhindert werden. 

Berufshaftpflichtversicherung. Die Berufshaftpflichtversicherung tritt immer dann ein, wenn nach einem Behandlungsfehler Schadensersatz und Schmerzensgeld zu zahlen sind. Sie zahlt aber nicht nur an den Patienten, sondern übernimmt auch die Gerichts- und Anwaltskosten zur Schadensabwehr. Rechtlich wird dabei unterschieden zwischen der sogenannten vertraglichen Haftung – diese trifft immer den Vertragspartner des Patienten, der Arbeitgeber haftet zum Beispiel also auch für seine Angestellten – und der sogenannten deliktischen Haftung. Hier haftet immer derjenige persönlich, der an dem Patienten die schadensverursachende Handlung vorgenommen hat.