Das Interesse an digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) steigt – sowohl in der Forschung, als auch in der Praxis. Die Versorgungslandschaft im Bereich der orthopädischen Rehabilitation ist nach wie vor heterogen, Studienergebnisse kommen zu langsam in der Praxis an und die Berücksichtigung von wissenschaftlichen Therapieleitlinien ist unzureichend. Mittlerweile gibt es digitale Lösungen, die den Behandlungsprozess als Therapie- und Trainingsverstärker unterstützen können.

Defizite erkennen. Im Bereich orthopädischer Beschwerden leiden die Betroffenen oftmals unter anhaltenden Schmerzen, häufig kommt es zu Rezidiven. Ursachen dafür liegen möglicherweise in der heterogenen Versorgungslandschaft, Zeitfaktoren, Honorierung und Budgetierung physiotherapeutischer Maßnahmen in Deutschland. Ein weiterer Grund für persistierende Schmerzprozesse ist der zu dominante Einsatz passiver Maßnahmen. Die Förderung der Selbstwirksamkeit spielt immer noch eine viel zu unbedeutende Rolle in der Versorgung. Die typischen Defizite treten nach der Regelversorgung auf. Obwohl die ärztlich verordnete Physiotherapie effektiv war, werden die Betroffenen danach dann oftmals ungewollt alleine gelassen. Das erhöht die Rezidivquote enorm.