Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) oder Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) gewinnen zunehmend an Bedeutung – auch wenn der ökonomische Nutzen nur schwer messbar ist. Gründe für das wachsende Interesse sind die Herausforderungen durch steigende Krankenstände und die Sorge um die Arbeitsfähigkeit gerade älterer Beschäftigter. Die Folgen des demografischen Wandels sind auch im Berufsleben spürbar.

Lösungen gesucht. Insbesondere Industrieunternehmen und Berufe mit körperlich beanspruchenden Tätigkeiten sind davon betroffen. Hier werden Lösungen zur Weiterbeschäftigung leistungsgewandelter Mitarbeiter gesucht; gleichzeitig gilt es betroffene Mitarbeiter mit entsprechenden Angeboten der Sekundär- und Tertiärprävention persönlich zu unterstützen. Zum anderen führen die veränderten Lebens- und Arbeitsvorstellungen der Generationen Y (ab 1985 Geborene) und Z (ab 1995 Geborene) zu weiteren Herausforderungen für die Betriebe. Der Wunsch nach Selbstverwirklichung und die Forderung nach einem neuen Verständnis einer Work-Life-Balance, bei der Arbeit und Freizeit fast schon verschwimmen, sowie die Kommunikation über soziale Netzwerke sind nur einige Aspekte, die völlig neue Personalmanagement-Konzepte erfordern. Und nicht zuletzt sorgt die immer präsenter werdende Arbeitswelt 4.0 für neue oder veränderte Anforderungen in den Betrieben, aber auch für die Beschäftigten. Beschleunigte Prozesse, veränderte Arbeitsformen und Kommunikationswege sowie eine zunehmende Technisierung in Produktionsbereichen und im Büro kennzeichnen diese neue Arbeitswelt.