[js] Zum 1. März 2020 hat der Bundestag die verpflichtende Masernimpfung beschlossen. Doch nicht nur Kinder müssen zukünftig einen ausreichenden Impfschutz nachweisen, das Gesetz fordert auch eine verpflichtende Immunisierung für Mitarbeiter in der Kinderbetreuung oder in medizinischen Einrichtungen. Die verpflichtende Masernimpfung betrifft daher auch die Angestellten in physiotherapeutischen Praxen, so Physio-Deutschland in einer Mitteilung.

Wer muss sich künftig impfen lassen?

Medizinisches Personal, das ab dem 1. März 2020 eingestellt wird, muss bei Einstellung einen ausreichenden Impfschutz gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) oder eine Immunität nachweisen können. Mitarbeiter, die vor dem 1. März 2020 eingestellt wurden und unter die STIKO-Empfehlung fallen, müssen die Immunisierung bis spätestens 31. Juli 2021 nachholen.

Was gilt, wenn einzelne Mitarbeiter sich nicht impfen lassen möchten?

Der Praxisinhaber ist dafür verantwortlich, dass das medizinische Personal seiner Einrichtung über einen ausreichenden Impfstatus verfügt. Ohne ausreichenden Masernschutz dürfen Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen / Physiotherapiepraxen nicht arbeiten beziehungsweise beschäftigt werden. Impfsäumige Mitarbeiter müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden, das gegen Einzelpersonen Strafen von bis zu 2.500 Euro verhängen kann.

 

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