[js] „Schluss mit dem Absetzungswahnsinn“ forderten Therapeuten am Limit (TAL) am 7. November in einem offenen Brief an den Bundestagsabgeordneten und Gesundheitspolitiker Dr. Roy Kühne (CDU).

Am 12. November veröffentlichte Roy Kühne eine offene Antwort.

Er schreibt: „Mir ist bewusst, dass trotz der mittlerweile gültigen Sanktionen noch immer zahlreiche Absetzungen aufgrund fehlerhafter Heilmittelverordnungen den Alltag der Therapeuten bestimmen. Ich bin der festen Überzeugung, dass nach zahlreichen Fristverlängerungen und dem Aussetzen von Honorarkürzungen endlich etwas passieren muss. Die zertifizierte Software ist die Grundlage für „saubere“ Verordnungen! Wir brauchen dringend den bundesweiten Anschluss aller Praxen. Es kann nicht sein, dass der Streit um fehlerhafte Software auf dem Rücken der Therapeuten ausgetragen wird. Das werde ich nicht länger hinnehmen.“

„Deshalb fordere ich das Verursacherprinzip“

Weiter schreibt der Politiker: „Die Hauptabsetzungsgründe im Heilmittelwesen sind laut Deutschem Medienrechenzentrum GmbH oftmals auf fehlerhafte Heilmittelverordnungen zurückzuführen. So führen [beispielsweise] fehlende oder fehlerhafte Begründungen bei Verordnungen außerhalb des Regelfalls oder fehlende oder falsche Indikationsschlüssel zu rückwirkenden Absetzungen. Theoretisch, so wird es mir von zahlreichen Seiten zugesagt, dürfte es nach dem roll-out der Praxissoftware nicht mehr zu fehlerhaft ausgestellten Rezepten kommen.

Was ich jedoch feststelle, ist das genaue Gegenteil. Deshalb fordere ich das Verursacherprinzip. Das bedeutet, dass der Arzt selbst für fehlerhaft ausgestellte Heilmittelverordnungen haftet und nicht länger der behandelnde Therapeut. Bei Fehlern innerhalb der Arzt-Software sind außerdem die Ärzteschaft und die Kassenärztliche Vereinigungen gefragt, hier für Abhilfe zu sorgen.“

 

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