[js] Therapeuten am Limit (TAL) fordern: „Rataxierung von Heilmittelverordnungen aufgrund formaler Fehler muss ausgeschlossen sein!“ Eine aktuelle Onlinebefragung belegt aus Sicht der Bewegung, dass „ein immenser Zeitaufwand für Abrechnungsbürokratie und eine rigide Absetzungspraktik seitens der Kostenträger“ zu erheblichen Problemen in der alltäglichen Versorgung und in der Zusammenarbeit zwischen Therapeuten und Ärzten führt.

Die Befragung wurde vom 1. bis zum 6. November 2019 durchgeführt. Es nahmen insgesamt 1.174 Therapeuten und Therapeutinnen teil.

„Falsch ausgestellte Verordnungen sind an der Tagesordnung“

„Falsch ausgestellte Heilmittelverordnungen stellen in Deutschland flächendeckend noch immer ein immenses Problem in den täglichen Patientenversorgung dar“, so TAL. „Falsch ausgestellte Verordnungen sind an der Tagesordnung, [die] Korrekturen belasten Therapeuten, Patienten und Ärzte gleichermaßen. Für die Versorgung der Patienten geht somit wertvolle Zeit verloren. Absetzungen nehmen in allen Heilmittelbereichen zu und stellen zusätzlich ein nicht unerhebliches wirtschaftliches Risiko für die Leistungserbringer dar“, lautet eine erste Zusammenfassung.

„Als Bittsteller wahrgenommen“

Als „äußerst belastend“ beschreiben die Befragten auch die Situation mit den verordnenden Ärzten, die durch Hinweise auf ungültig ausgestellte Verordnungen ebenfalls in ihren Praxisabläufen behindert werden:  „Oftmals würden die TherapeutInnen dann nur noch als Bittsteller wahrgenommen und die Verordnung weiterer Behandlungen verweigert. In Fällen, in denen eine Zusammenarbeit gut gelingt, übernehmen TherapeutInnen zum Teil unentgeltlich die Schulung von Personal in Arztpraxen.“

 

Quelle: TAL. 2019. Retaxierung von Heilmittelverordnungen aufgrund formaler Fehler muss ausgeschlossen sein!!! https://therapeuten-am-limit.de/retaxierung-von-heilmittelverordnung-aufgrund-formaler-fehler-muss-ausgeschlossen-sein/; Zugriff am 7.11.2019